Natur, Umwelt und ökologische Erziehung


Seitdem sich unsere Ebersteingrundschule zur Ganztagesschule entwickelt hat, bildete sich ein Schwerpunkt in der ökologischen Erziehung heraus. Dazu gehören auch der gemeinsam mit den Schülern unterhaltene und gepflegte kleine Schulgarten, unser Waldklassenzimmer und das Schulaquarium.

Unser Ziel ist es, den Kindern die heimische Natur und Kultur, sowie ihre Geschichte, Besonderheiten und Schönheit nahezubringen und sie hierfür zu begeistern.

 

Gerade in einer Zeit der immer weiter zunehmenden Zentralisierung und Industrialisierung ist es uns ein besonderes Anliegen, den Kindern die Bedeutung unseres ländlichen Lebensraumes nahezubringen und ihnen die Möglichkeit zu geben ihre Heimatregion kennenzulernen. Wir möchten den Kindern die Vielfalt der regionalen Tier- und Pflanzenwelt und der heimischen Kultur zeigen und sie dafür interessieren. So versuchen wir die Verbundenheit zur Natur, zur Heimat und zu unserer Region zu fördern.

Durch fest im Unterricht verankerte Themen, Pojekte und Exkursionen in Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern und örtlichen Vereinen, geben wir unseren Schülern die Möglichkeit, ein aktives Bewusstsein für ihre Umwelt zu entwickeln.

So erleben die Kinder zum Beispiel in unserem Waldklassenzimmer an unseren beliebten Wald-Erlebnis-Tagen, in Begleitung mit ausgebildeten Waldpädagogen, unter freiem Himmel die Natur. Sie spüren ihr nach und erfahren sie mit allen Sinnen.

Am 21.10.2016 hat Frau Annette Geier erfolgreich die Prüfung zur staatlich zertifizierten Waldpädagogin bestanden. Hierzu Herzlichen Glückwunsch vom gesamten Team und den "Waldkindern"!

Unterricht im neuen Schulgarten
Unterricht im neuen Schulgarten

In unserem eigenen, im Jahr 2016 neu angelegten Schulgarten, bekommen die Kinder die Möglichkeit sich praktisches Wissen über Gartenbau und Landwirtschaft unter ökologischen Kriterien anzueignen. Vom Saatgut bis zur Verarbeitung sind die Kinder unter fachkundiger Anleitung im Team für den Schulgarten verantwortlich. Auf diese Weise wird die Sozialkompetenz gefördert und Wissen über nachhaltige Landwirtschaft und umweltschonende Ressourcennutzung vermittelt. Die Wertschätzung biologischer Lebensmittel wird gesteigert und das Interesse für gesunde Ernährung gefördert.

Durch gemeinsame Ausflüge in die Natur lernen die Kinder das sie direkt umgebende Umfeld bewusster wahrzunehmen und Themen der Pflanzen- und Tierwelt können nicht nur theoretisch, sondern durch sehen, fühlen und erleben auch praktisch und einprägsam vermittelt werden. Als positiver Effekt dieser Ausflüge kann neben der Bewegung an der frischen Luft und der Wissensvermittlung auch die Möglichkeit angesehen werden, dass die Kinder unsere Heimat in ihrer Vielfalt und Schönheit aktiv als Ort der Ruhe und Entspannung erleben können und sie sich als Stück Lebensqualität positiv ins Bewusstsein rufen und in Erinnerung behalten können.

Die Kinder erhalten auch einen Einblick in die Entstehung und Produktion vieler Produkte und Lebensmittel, welche sonst oft, ohne näher darüber nachzudenken, im Einkaufsladen gekauft werden. Sie lernen die Zusammenhänge zwischen ländlichem Lebensraum und fertigem Produkt zu erkennen, erhalten einen Einblick in die verschiedenen Berufsgruppen des Handwerks und der Land - und Forstwirtschaft und haben die Möglichkeit durch praxisbezogene Projekte selbst Erfahrungen zu sammeln.

Durch Museumsbesuche, Ausflüge zu alten Burgen und anderen historischen Stätten, verschiedene Projekte, Erleben von altem Handwerk und dem vermitteln von Bräuchen wird den Kindern die Geschichte und Kultur ihrer Heimatregion, alte Sagen und Erzählungen, sowie örtliches Brauchtum vermittelt. Der Unterschied zwischen Leben damals und heute wird anschaulich begreiflich. Traditionen werden vermittelt, Interessen geweckt.

Schüler beim Projekt Sagenhaft Grenzüberschreitend
Schüler beim Projekt Sagenhaft Grenzüberschreitend

Das Bewusstsein für die Bedeutung, Wertschätzung und die Wichtigkeit zum Erhalt und zur nachhaltigen Entwicklung unserer Heimatregion wird den Kindern anschaulich begreiflich. So lernen sie ihre Heimat und Kultur, die Natur und deren Bedeutung als Lebensraum für Pflanzen, Tiere und Menschen kennen und können einen durch Wissen, Erfahrungen und Erlebnisse angereicherten, persönlichen Bezug herstellen. Heimatverbundenheit wird gefördert und Zusammenhänge von Mensch und Natur werden verdeutlicht. Es werden Werte vermittelt, die es den Kindern ermöglichen zu verstehen, wie wichtig es ist Natur und Kultur zu pflegen, zu schützen und zu erhalten.

 

Durch dieses Konzept eignen sich die Kinder aber nicht nur Wissen an, sondern erhalten auch wichtige Kompetenzen für ihr zukünftiges Leben.

 

  • Sie lernen Zusammenhänge zu erkennen und zu beurteilen, erweitern ihre Sichtweise auf das sie umgebende Umfeld, erlernen ihre eigenen Verhaltensweisen durch vorausschauendes Denken und eigenverantwortliches Handeln zu hinterfragen und Wertschätzung zu entwickeln.
  • Durch Gemeinschaftsaktionen erlernen sie teamorientiertes Denken, gegenseitige Hilfe und durch gemeinsames Planen und Handeln die Grundlagen demokratischen Verhaltens.

So legen wir bereits früh den Grundstein zur Bildung für nachhaltige Entwicklung im ländlichen Raum (BNE), fördern die Heimatverbundenheit und das Bewusstsein darüber, was jeder Einzelne zum Schutz und Erhalt unserer Natur und Kultur beitragen kann.

 


Im Schuljahr 2015/2016 nahmen wir an der Aktion Wald  von BildungsCent e.V. teil.

Im Schuljahr 2015/2016 nahmen wir an der Schulgarteninitiative "Lernen für die Zukunft - Gärtnern macht Schule" teil.